31.12.2011, Bremen: Silvester zum Knast

Zum Jahreswechsel fanden in vielen Ländern Demonstrationen gegen Knäste statt, unter anderem in den USA, Italien, Argentinien, Großbritannien, Spanien und Griechenland. Auch in Deutschland wurde dem internationalen Aufruf mit einer Vielzahl von Kundgebungen und Demonstrationen geantwortet, darunter in Berlin, Köln, Freiburg, Bremen, Hamburg [Bericht 1 und 2] und Stuttgart.

Lautstarke Demos vor Knästen sind eine anhaltende Tradition in einigen Ländern. Ein Weg, um Solidarität auszudrücken mit Menschen, die inhaftiert sind während des Jahreswechsels, an diejenigen erinnernd, die vom Staat gefangen gehalten werden. Eine lautstarke Demo durchbricht die Isolation und Entfremdung der Zellen, die unsere Feinde errichten, Knäste haben eine lange Tradition im Inneren des Kapitals und sind dabei eine der am altertümlichsten Formen der anhaltenden Folter und Bestrafung.

- Anarchist Black Cross Berlin
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Die Kundgebung in Bremen fand vor der JVA in Bremen-Oslebshausen statt, wo sich etwa 100 Menschen einfanden. Von dem Spiel einer Sambagruppe begleitet, wurde den Redebeiträgen mit großzügigem Einsatz von Böllern und Leuchtfeuerwerk immer wieder Nachdruck verliehen und der überaus lebendigen und stimmungsgeladenen Atmosphäre Tribut gezollt. Nach der mündlichen Auflösung der Veranstaltung, zog die Sambagruppe noch einmal ein Stück entlang der Knastmauern, viele Teilnehmer_innen der Kundgebung hinten an.

Knäste zu Baulücken – Nieder mit dem Scheißsystem!
Für ein revolutionäres 2012!

Weitere Aktionen in der Silvesternacht waren außerdem Hausbesetzungen in Aachen und Hannover, sowie Angriffe auf Gebäude und Bullen in Berlin, Frankfurt und Dortmund.